
Working Paper erschienen
Bei der Siemens AG wird innerhalb eines Praxisprojekts durch die Six Sigma Methodik die Verwendung von Key Performance Indikatoren mit signifikanten Einsparungen optimiert. Die Verwendung von Prozess Key Performance Indizes (KPIs) zur Steuerung der Geschäftsprozesse hat sich in Unternehmen übergreifend etabliert. Bei der Definition der Kennzahlen muss sich das Unternehmen stets der Herausforderung stellen, jene Kennzahlen zu identifizieren, die auch eine maßgebliche Aussage über das Geschäftsergebnis geben. Diesbezüglich gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Vorgehensweisen. Einerseits sind diese Kennzahlen auf Basis logischer Zusammenhänge von Prozessen und dem Geschäftsergebnis zu identifizieren. Andererseits werden politisch-geprägte Kennzahlen als KPIs definiert, die bereits beispielsweise über eine Balanced Scorecard erhoben werden und somit zugänglich sind. Alleinig die Geschäftsteuerung auf Basis dieser Merkmale ohne kausalen Zusammenhang von Geschäftsprozess und Geschäftsergebnis vorzunehmen kann im Extremfall zum Einleiten von überflüssigen und ineffektiven Maßnahmen führen. Der Schwerpunkt bei der Definition der KPIs sollte somit in einem nachweislich kausalen Zusammenhang zwischen Geschäftsprozess und Geschäftsergebnis erfolgen. Die Herausforderung bei der Definition von Prozess KPIs ist somit primär von zwei wesentlichen Fragestellungen geprägt:
Diesbezüglich können statistische Ansätze Aufschluss über sinnvolle KPIs liefern. Die Six Sigma Methodik bietet einen solchen statistischen Ansatz und ist sowohl in der Fertigungsindustrie als auch im Dienstleistungssektor weit verbreitet. In dem vorliegenden Praxisbeispiel bestand die Aufgabe darin, vorhandene KPIs mittels der Six Sigma Methode hinsichtlich Ihrer Aussagekraft zu untersuchen und bei Bedarf effektivere KPIs zu definieren. In unserer Rubrik Publikationen können Sie das Working Paper bestellen.
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Bad Wildungen, 01. Februar 2010